Wie? Lernen auf drei Nivaustufen

Lernen auf drei verschiedenen Niveaustufen

Lernen ist individuell unterschiedlich und Lernen braucht Strukturen
Aus diesem Grund arbeiten wir mit einem systematischen Wechsel aus Inputs (Erklärungen und Einführungen durch die Lehrkräfte) und Phasen der freien Arbeit (IL), die gemeinsam mit der gesamten Klasse oder in Kleingruppen stattfinden. Die Grundlage für den Unterricht sind themenbezogene Lernpakete. Sie stellen sicher, dass die Inhalte und Kompetenzen der vereinbarten Niveaustufen auch erarbeitet werden. Damit knüpft die Gemeinschaftsschule an die in der Grundschule häufig verbreitete Wochenplanarbeit an und stellt sicher, dass die Schüler/innen sich schnell und problemlos in das neue System der Lernorganisation einfinden können. Das Ende eines jeden Lernpaketes stellt eine gemeinsame Leistungsüberprüfung („Gelingensnachweis“) dar.

 

 

Lernen ist ein sozialer Prozess und die Kooperationsfähigkeit der Schüler/innen ein wesentliches Ziel
Individualisiertes Lernen bedeutet keineswegs, dass die Schülerinnen und Schüler „alleine“ lernen und arbeiten. Zu den zentralen Schlüsselkompetenzen gehört, dass die Lernenden zusammenarbeiten und gut kooperieren können. In sinnvollen kooperativ gestalteten Unterrichtsarrangements wird sichergestellt, dass dies regelmäßig gelernt und geübt wird. Dabei lernen die Schüler/innen gegenseitig Verantwortung zu übernehmen, sich Feedback und Rückmeldungen zu geben, sich zu unterstützen und sich in partner- und gruppenbezogene Lernprozesse produktiv und sinnvoll einzubringen.

Lernen im Klassenverband: Gemeinsamer Unterricht (GU) als Ausgang für individualisierte Vertiefungen
Dem Lernen im Klassenverband kommt nach wie vor eine große Bedeutung zu. Das Ziel der Gemeinschaftsschule kann es nicht sein, dass die Schüler/innen „vereinzelt vor sich hin lernen“ und es keine gemeinsamen Themen und Inhalte gibt. Im Gegenteil: Vielmehr ermöglicht unsere Struktur der Lernpakete, dass es bei jedem Thema gemeinsame Phasen mit der gesamten Klasse gibt, die wiederum Ausgangspunkt für individualisierte Vertiefungen und kooperative Lernphasen sind. Die Arbeit im Klassenverband ist darüber hinaus Ausgangspunkt für soziales Lernen und die Teambildung in den jeweiligen Klassen. Beispielsweise sind im Stundenplan feste Klassenlehrerstunden verankert, in denen soziale und gruppendynamische Prozesse der Klasse reflektiert und aufgearbeitet sowie gemeinsame Aktionen geplant werden.

Lehrkräfte vermitteln ihr Expertenwissen: Systematische Inputs
Zur Rolle der Lehrkräfte gehört nach wie vor die gezielte und strukturierte Vermittlung von Wissen. Sie sind Experten für die Unterrichtsthemen und unterstützen die Lernenden gezielt mit Einführungen und Erklärungen (neudeutsch: „Inputs“). Diese Inputs können mit der gesamten Klasse (z.B. bei der grundlegenden Einführung in ein Thema) oder mit einzelnen Teilgruppen durchgeführt werden (z.B. zur Vertiefung oder Wiederholung eines Themas). Unsere gute Ausstattung mit Lehrerstunden ermöglicht es, die Lerngruppen in einzelnen Stunden zu teilen. Inputs grenzen sich vom „klassischen Frontalunterricht“ dadurch ab, dass dabei die lernpsychologischen Erkenntnisse zur Gestaltung der „direkten Instruktion“ zum Tragen kommen: Inputs sind knapp gehalten, setzen auf eine klare Struktur und Visualisierung. Langwierige Frage-Antwort-Phasen (die in der lernpsychologischen Forschung als nahezu wirkungslos identifiziert wurden) werden dagegen so gut es geht vermieden. Die Devise lautet: Ja zu frontalen Phasen, sie müssen aber gut gestaltet sein!

Die Grafik zeigt eine beispielhafte Kombination aus "Inputs" und individuellen Lernphasen (IL) innerhalb eines Lernpakets.

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