Kennenlern-Tage der Fünftklässler

Kennenlerntage der neuen fünften Klassen im SJ 2018/19

„Danke, dass du mein neuer Freund bist“ 

Vom 1. bis zum 2. Oktober 2018 waren die Klassen 5a und 5b mit ihren Klassenlehrerinnen Fenja Steermann und Katrin Kees im Sport- und Freizeitheim „Kapf“ in Egenhausen. Der Name war Programm: Das Ziel war es, sich besser kennenzulernen und auch mit den Schülerinnen und Schülern der Parallelklasse Kontakte zu knüpfen. Tatkräftig unterstützt wurde die Gruppe von Lukas Seeger, der zurzeit sein FSJ an der GMS Neubulach absolviert.

Nach der gemeinsamen Busfahrt, auf der bereits schnell und unkompliziert die freiwilligen Tischdeck- und Abräumteams gebildet wurden, konnten sich die Kinder zunächst beim ersten gemeinsamen Mittagessen stärken, bei dem sie außerdem vom Leiter des „Kapfes“, Herrn Heinz Banzhaf, auf dessen freundliche, geduldige und klare Art auf wichtige Verhaltensregeln hingewiesen wurden. Im Anschluss bezogen die 43 mitgefahrenen Schülerinnen und Schüler ihre Zimmer und mussten sich der Herausforderung stellen, ihre Betten zu beziehen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte – aller Anfang ist schwer, doch gemeinsam gut zu meistern.

Danach ging es zusammen mit allen drei Begleitpersonen an die frische Luft und in die Natur: Die Kinder erkundeten nach der Anweisung von Herrn Banzhaf mithilfe von GPS-Geräten die wunder-schöne Umgebung des „Kapfes“. In Kleingruppen arbeiteten sie sich von Wegpunkt zu Wegpunkt und lernten, dabei sowohl auf Hinweise in ihrem Blickfeld als auch auf den Kompass ihres Gerätes zu achten. Sie waren gefordert, die Anweisungen auf ihrem Arbeitsblatt und die Hinweisschilder genau zu lesen, mathematische Aufgaben richtig zu lösen, die Ergebnisse gründlich zu prüfen und getreu in ihre GPS-Geräte einzugeben, und darüber hinaus fair und sozial innerhalb ihrer Gruppen vorzugehen.

Auf dem Weg zum funktionierenden Team:
Lebhafte Diskussionen über den richtigen Weg bei der GPS-Tour.

Nach ungefähr zwei Stunden hatte ein Großteil der Kinder diese komplexe Tour erfolgreich gemeistert. Einige waren unterwegs durcheinandergekommen und hatten sich dazu entschieden, lieber umzukehren, anstatt sich zu verlaufen – eine gute Entscheidung. Das wichtigste Ziel konnten aber alle erreichen: Zusammenarbeiten und auf eigene Faust unterwegs sein.

Bis zum Abendessen vergnügten sich die Kinder mit Sportgeräten, dem Niedrigseilparcours, Spielfeldern und auf den Zimmern. Langweilig wurde es ihnen dank der etlichen Beschäftigungsmöglichkeiten nie. Viele waren so viel in Bewegung und ständig außer Atem, dass sie sich mehrfach vergewisserten, nach dem Abendessen noch genug Zeit für die Dusche zu bekommen, bevor sie für die Nachtruhe auf den Zimmern sein müssten – eine Frage, die bei Fünftklässlern vermutlich noch gar nicht so selbstverständlich sein dürfte.

Im Anschluss an das Abendessen wurden nochmals alle Kinder zusammengerufen, um mit dem FSJ-ler Lukas in der Sporthalle gruppenbildende und –fördernde Spiele zu spielen, bevor es dann unter die ersehnte Dusche und auf die Zimmer ging. Bis zur tatsächlichen Nachtruhe dauerte es – wie zu erwarten – bei manchen Zimmerbesatzungen länger als bei anderen und bei einer Gruppe trat Frau Kees noch mitten in der Nacht zum Vorlesen an, bis die Kinder eingeschlafen waren. Letztendlich wurde es dann aber doch eine ruhige, wenn auch recht kurze, Nacht.

Am nächsten Morgen gab es erst einmal zwei Geburtstagskinder zu feiern, die an ihrem Frühstückstisch mit ein paar Aufmerksamkeiten von ihrer Klassenlehrerin Frau Steermann überrascht wurden: Luftballons, Geburtstagsmusik, Kuchen mit Kerzen und jeweils einer Geburtstagskarte, auf der am Tag zuvor so heimlich wie es ging alle Mitschüler/innen unterschrieben hatten.

Nach dem allgemeinen Aufräumen, Packen und Putzen traten alle wieder die Rückfahrt an und bekamen die Aufgabe, zurück an der Schule, ihren neuen Bekanntschaften aus der jeweiligen Parallelklasse kurze Briefe zu schreiben, in denen sie nochmals über gemeinsame Erlebnisse reflektieren und sich zeigen sollten, was sie übereinander gelernt haben. Im Rahmen eines Ratespiels musste der/die Adressat/in herausfinden, wer der/die Absender/in sein könnte. Die Briefe zeigten klar, dass die Kennenlerntage einen wunderbaren Beitrag zur parallelklassenübergreifenden Klassengemeinschaft leisten konnten: „Danke, dass du mein neuer Freund bist“ war nur eine von vielen rührenden Zeilen.

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