MINT-freundliche Schule

GMS Neubulach als „Digitale Schule“ geehrt

Ausgezeichnete Gemeinschaftsschule! 

Im Rahmen des 4. Kongresses MINT ZUKUNFT SCHAFFEN, der am Freitag, 12.10.2018 in der Stadthalle Reutlingen stattfand, wurden verschiedene Schulen für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) als „MINT-freundliche Schulen“ ausgezeichnet. Die Ehrung der Schulen in Baden-Württemberg steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Frau Dr. Susanne Eisenmann sowie der Kultusministerkonferenz (KMK).

„Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sind Erfolgsgaranten – sowohl für die Schüler als auch ökonomisch betrachtet. Ganz Ähnliches gilt für Fähigkeiten im weiten Feld der Digitalisierung.“, sagt Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg.

Innerhalb der „MINT-freundlichen“ Schulen werden Schulen als „Digitale Schule“ ausgezeichnet, die über eine besondere Schwerpunktsetzung im Bereich der digitalen Bildung und der Medienbildung verfügen. Dabei wird von einem umfassenden Verständnis digitaler Bildung ausgegangen, das weit mehr als nur die Ausstattung mit technischen Geräten umfasst. Vielmehr müssen Unterrichtskonzeption, Unterrichtsqualität, die Qualifikation und Weiterbildung der Lehrkräfte und die Prozesse der Schul- und Unterrichtsentwicklung mit der vorhandenen Ausstattung Hand in Hand gehen und eng abgestimmt sein. Am Kongress in Reutlingen wurden landesweit 24 baden-württembergische Schulen als „Digitale Schule“ geehrt. Die Schulen werden dabei auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Über die Bewerbungen der Schulen entschied eine hochrangig besetzte Expertenkommission.

„Mit unserem Auszeichnungsprogramm „Digitale Schule“ setzen wir jetzt ein wichtiges Zeichen, um die Schulen auch bei diesem komplexen Thema zu unterstützen. Wir zeigen einen Zielrahmen und die Leitplanken für den Weg auf. Damit sind wir wichtige Brückenbauer für den hoffentlich bald kommenden Digitalpakt Schule und unsere ausgezeichneten Schulen sind die digitalen Vorreiter“, sagt Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen!“.

Freuen sich über die Auszeichnung: Stefan Küpper (Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt Arbeitgeber Baden-Württemberg), Melanie Werling (Fachbereich Informatik), Verena Theimel (Fachleiterin Medienbildung), Harald Fisch (Geschäftsführer "MINT Zukunft schaffen!"), Dr. Dominik Bernhart (Schulleiter), Thomas Schenk, (Vorsitzender SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg).
Foto: (c) MINT Zukunft

Zu den neu ausgezeichneten „Digitalen Schulen“ gehört auch die Gemeinschaftsschule Neubulach, die in den letzten Jahren konsequent ihre Ausstattung ausgebaut und erfolgreiche Konzepte der digitalen Bildung entwickelt und umgesetzt hat. Beispielsweise gibt es an der Schule eine AG zur Begabtenförderung im MINT-Bereich mit dem Schwerpunkt „Programmieren“ oder die Teilnahme an der bundesweiten „Code your life“-Initiative von Microsoft Deutschland und dem Bund der mittelständischen Wirtschaft, die beispielsweise die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben umfasst. Völlig neue Wege ging die Schule als sie das Fach „Medienbildung 5-10“ für alle Schüler/innen im Sekundarbereich einführte. Darin erarbeiten die Schüler/innen systematisch Inhalte und Kompetenzen im Bereich der Medienbildung von der Handhabung einzelner Anwendungsprogramme über Bildbearbeitung bis hin zum Programmieren. Hervorzuheben ist auch die eigene „owncloud“ die im letzten Schuljahr eingeführt wurde. Über sie arbeiten die Lehrkräfte vernetzt zusammen, beispielsweise im Bereich des Materialaustauschs. Mit Eltern und Schülern ist die Schule durch elektronische Kalendersysteme vernetzt, die einfach und unkompliziert über das Smartphone abonniert werden können.

Schulleiter Dominik Bernhart freut sich über die Auszeichnung: „Viele Schulen setzen vermehrt auf den Ausbau ihrer Ausstattung. So entstehen beispielsweise Tablet-Klassen oder ähnliches. Doch die Ausstattung alleine ist nicht ausschlaggebend. Vielmehr braucht es Konzepte, wie mit dieser Ausstattung effektiv und nachhaltig gearbeitet wird. Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept als preiswürdig bewertet wurde und sehen dies als Ansporn den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.“ Er hob neben dem Engagement der Lehrkräfte und der Bildungspartner auch das des Schulträgers hervor. Bürgermeisterin Petra Schupp ist stolz auf „Ihre“ Schule, macht aber auch deutlich, dass die Digitalisierung kein Selbstzweck darstellt: „Die „digitale Schule“ ersetzt nicht den herkömmlichen Unterricht, sondern sie stellt eine zukunftsfähige Ergänzung dar. Mit der Ausrichtung der Gemeinschaftsschule Neubulach in Richtung digitale Schule schaffen wir Bildungsvorteile und bereiten unsere Kinder optimal auf ihre spätere berufliche Lebenswirklichkeit vor.“

Inzwischen gehen in Neubulach zahlreiche Glückwünsche und Gratulationen ein. Darunter auch die beiden Bundestagsabgeordneten Saskia Esken (SPD) und Marc Biadacz (CDU), aber auch der Lernpsychologe und Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Konrad von der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

  • „Die Gemeinschaftsschule Neubulach zeichnet sich seit Jahren durch Lehrkräfte aus, die in besonderem Maße versuchen, Unterricht nach den neuesten Erkenntnissen zu gestalten. Sie legen besonderen Wert auf das soziale Miteinander. Es geht ganz wesentlich darum, Kommunikation und Kooperation der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Dabei gehen sie kreative und innovative Wege, um mit ihren Schülerinnen und Schülern zukunftsträchtige Themen bildungswirksam bearbeiten zu können. Hervorzuheben und richtungsweisend ist der Bereich der Medienbildung. Hier wurden durch Kooperationen, das Akquirieren von Spendengeldern und einer großen Begeisterung von Lehrkräften und dem Schulträger Strukturen und pädagogische Konzepte geschaffen. Diese sind tragfähig und nachhaltig wirksam. Umso erfreulicher ist es, dass die gewählten Schwerpunkte ebenso wie das vorbildliche Engagement aller Beteiligten nun auch durch das Expertenurteil der Jury mit der Auszeichnung „Digitale Schule“ gewürdigt und nach außen sichtbar wird. Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern sowie dem Kollegium!" (Prof. Dr. Klaus Konrad, Lernpsychologe und Bildungsforscher)

  • „Ich freue mich sehr und gratuliere der Gemeinschaftsschule Neubulach zu dieser großartigen Auszeichnung! Gerade der pädagogische Ansatz der GMS macht die Potenziale digitaler Lehr- und Lernmethoden besonders wertvoll, weil sie sowohl individualisierte als auch kollaborative Ansätze unterstützen und eine besondere Chance bieten, Schüler und Schülerinnen zu motivieren, ihr Lernen und überhaupt die digitale Welt aktiv mitzugestalten.“ (Saskia Esken, MdB)

  • „Ich gratuliere der Gemeinschaftsschule Neubulach herzlich zur Auszeichnung als “Digitale Schule”. Den Herausforderungen, die der digitale Wandel für unsere Gesellschaft mit sich bringt, können unsere Kinder und Jugendlichen dann kompetent und gestaltend begegnen, wenn sie in unseren Schulen professionell darauf vorbereitet werden. Dabei tun sich einzelne Schulen durch besonderes Engagement und durch innovative Konzepte hervor. Es freut mich besonders, dass dieses Engagement an der GMS Neubulach nun durch diese Auszeichnung gewürdigt wird. Eine tolle Bestätigung, die die Leistungsfähigkeit dieser Schule unterstreicht und die zeigt, dass die Schule für die geplante Einführung des gymnasialen Profilfaches IMP (Informatik, Mathematik und Physik) sehr gut gerüstet ist!“ (Marc Biadacz, MdB)

Die Schule selbst sieht die Auszeichnung als Rückenwind auf dem Weg zur geplanten Antragsstellung des Profilfaches IMP. Momentan wird der Antrag gerade erarbeitet und die Schule hofft auf eine Genehmigung zum kommenden Schuljahr.

Kurzbeschreibung »MINT Zukunft schaffen!«: Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. »MINT Zukunft schaffen!« wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will »MINT Zukunft schaffen!« gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

Auf dem Weg durch virtuelle Welten:
Sechstklässler arbeiten mit Google Expeditions.
(Foto: Bernhart)
Programmieren des
Calliope Minicomputers.
(Foto: Bernhart)
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