Jugend forscht in Altensteig
Forschen mit Neugier und Qualität: GMS Neubulach überzeugt erneut bei Jugend forscht
Sechs Projekte am Start, fünfmal auf dem Podest und zweimal das Ticket für das Landesfinale gelöst – darunter auch die jüngsten Teilnehmerinnen des gesamten Wettbewerbs aus Klassenstufe 4.
Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Altensteig präsentierten 56 Projekte mit insgesamt 108 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Arbeiten. Mittendrin: die Gemeinschaftsschule Neubulach mit einem außergewöhnlich erfolgreichen Auftritt. Mit sechs eigenen Projekten war die Schule so stark vertreten wie nie zuvor – fünf davon erreichten einen Podestplatz, zwei qualifizierten sich für das Landesfinale im Mai in Balingen. Das große Engagement der GMS bei der Betreuung, Motivation und Unterstützung der jungen Forschenden wurde zudem mit einem Sonderpreis für teilnehmerstarke Schulen gewürdigt.
Chemie: Jüngste Teilnehmerinnen setzen Maßstäbe
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der erste Platz im Fachbereich Chemie: Anna-Lena Dörrer, Jule Schrade und Rosa Schwenker (Klassenstufe 4) überzeugten mit ihrem Projekt „Der Orangensaft-Check: Wie viel Vitamin C steckt wirklich drin?“ die Jury auf ganzer Linie und qualifizierten sich damit souverän für das Landesfinale in Balingen. Die drei untersuchten systematisch den Vitamin-C-Gehalt handelsüblicher Säfte, entwickelten sorgfältig geplante Versuchsreihen und werteten ihre Ergebnisse wissenschaftlich fundiert aus. Als jüngste Teilnehmerinnen des gesamten Wettbewerbs setzten sie sich gegen deutlich ältere Konkurrenz durch. Die Jury sah einen so klaren Qualitätsabstand, dass sie keinen zweiten Platz vergab und das Ranking erst mit Platz drei fortsetzte. Projektbetreuerin Hanna Jocher sieht darin mehr als nur einen Wettbewerbserfolg:
„Mich hat begeistert, mit wie viel Neugier und wissenschaftlicher Genauigkeit unsere Grundschüler an das Thema herangegangen sind. Sie wollten wirklich verstehen, was hinter den Angaben auf den Verpackungen steckt. Solche Projekte zeigen, wie viel Potenzial in den Schülerinnen und Schülern steckt. Wenn Schule Raum für eigenes Denken und Ausprobieren schafft, können selbst die Jüngsten auf höchstem Niveau naturwissenschaftlich forschen und arbeiten.“
Arbeitswelt: Doppelerfolg in der größten Wettbewerbskategorie
Auch im traditionell stark besetzten Fachbereich Arbeitswelt überzeugte die GMS Neubulach gleich doppelt. Mit ihrem Projekt „Bärenstark! Das Gummibärchen-Phänomen“ sicherten sich Aaliyah Karanci, Luisa Schmitt und Klara Rathfelder (Klasse 5) den ersten Platz und sind damit ebenfalls im Landesfinale vertreten. In ihrem Projekt untersuchten sie osmotische Prozesse anhand von Gummibärchen und machten naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten anhand eines alltagsnahen Beispiels anschaulich nachvollziehbar.
Den starken zweiten Platz sicherten sich die Nicole Thomas, Sophie M. und Zoé Ruddek (Klasse 6) mit ihrem Projekt „Warum blüht Schokolade?“, einer Untersuchung zu den physikalisch-chemischen Veränderungen von Schokolade unter verschiedenen Lagerbedingungen.
Biologie: Forschung mit Ausdauer und Tiefe
Im Fachbereich Biologie erreichten zwei Neubulacher Projekte jeweils einen dritten Platz – und zeigten dabei eindrucksvoll, dass Forschung an der Schule nicht nur punktuell, sondern langfristig betrieben wird.
Merle Ahsbahs, Annabel Schmitt und Sophia C. (Klasse 7) setzten ihre Forschung zur Stresshormonmessung bei Pferden erfolgreich fort. Das von der Schwarzwald-Tierklinik Neubulach unterstützte Projekt wurde zudem mit dem Sonderpreis „Langer Atem“ der Industrie- und Handelskammer für besonderes Durchhaltevermögen im Forschungsprozess ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet wurde „Keimkraft: Wachstum, Umwelt und Hygiene von Sprossen“ von Gideon Kugel, Samuel Hoffmann und Evangeline Parusel (Klasse 6).
Geo- und Raumwissenschaft: Knapp am Podest vorbei – stark behauptet
Dass Neubulach in diesem Jahr besonders geschlossen stark auftrat, zeigt auch das sechste Projekt: Talia Dogan verpasste mit „Saubere Sache: Was nach dem Spülen wirklich auf dem Teller bleibt?!“ den Sprung aufs Treppchen nur knapp. In der starken Konkurrenz des Fachbereichs Geo- und Raumwissenschaften konnte sie sich mit ihrer fundierten Untersuchung zur Wirkungsmechanismen von Geschirrspülmitteln sehr gut behaupten.
Qualität unter anspruchsvollen Bedingungen
In einem Teilnehmerfeld mit traditionell starker gymnasialer Konkurrenz gelang es unseren Jungsforscher/innen erneut, sich auf höchstem Niveau zu behaupten. Die Wettbewerbsprojekte entstehen dabei vollständig aus der eigenen schulischen Arbeit heraus. Dass unter diesen Voraussetzungen sogar ein Projekt aus Klassenstufe 4 die Konkurrenz hinter sich ließ, spricht für die außergewöhnliche Qualität und Nachhaltigkeit der naturwissenschaftlichen Förderung.
Ein wachsendes Team – eine wachsende Kultur
Entscheidend für diesen Erfolg ist die intensive Begleitung durch ein engagiertes Lehrerteam. Die langjährig erfolgreichen Projektbetreuerinnen Eva-Maria Broschk und Lisa Kappler wurden in diesem Jahr durch Caroline Lorenz, Anna-Lena Binder, Hanna Jocher und Fabienne Heyde projektbezogen verstärkt. Die wachsende Zahl an betreuenden Lehrkräften zeigt: Der Forschergeist in Neubulach ist längst keine Einzelinitiative mehr, sondern entwickelt sich zu einer festen Größe im schulischen Profil – man kann auch sagen: Der „Jugend-forscht-Virus“ greift um sich.
Schulleiter Dominik Bernhart betont: „Solche Erfolge entstehen nicht zufällig. Sie sind Ausdruck von Neugier, Präzision und großem Engagement – bei den Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei den betreuenden Lehrkräften.“
Dies bestätigt Wettbewerbskoordinatorin Petra Rauser: „Der diesjährige Regionalwettbewerb in Altensteig hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial der Forschungsnachwuchs im Nordschwarzwald zu bieten hat: große Motivation, enorme Kreativität und viele zukunftsorientierte Projekte auf bemerkenswert hohem fachlichen Niveau. Besonders erfolgreich sind die Schulen, in denen engagierte junge Forscherinnen und Forscher auf ebenso engagierte und kompetente Betreuung treffen. Es ist kein Zufall, dass gerade dort seit Jahren kontinuierlich starke Ergebnisse entstehen.“
Mit fünf Podestplätzen, zwei Qualifikationen fürs Landesfinale und dem IHK-Sonderpreis gehörte unsere Schule erneut zu den erfolgreichsten Schulen des Wettbewerbs – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was engagierte Betreuung, Forschungsbegeisterung und eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten bewirken können.
Wir sind sehr stolz auf unsere Jungforscher/innen und ihre engagierten Betreuerinnen!