Wenn Musik zum Erlebnis wird: Landespolizeiorchester begeistert an der GMS Neubulach

Zwei Konzerte, altersgerechte Einführungen, viel Interaktion und ein besonderes musikalisches Erlebnis an der baden-württembergischen Kulturschule

Gespannte Stille, dann ein erster Klang – und plötzlich sind alle mittendrin: Das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg hat die Festhalle der Gemeinschaftsschule Neubulach in einen lebendigen Konzertsaal verwandelt. Mit zwei unterschiedlichen Programmen erreichten die Musiker Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen – zum Zuhören, Mitmachen und mit viel Begeisterung.

 

Auf Spurensuche zwischen Klarinette und Tuba

Für die Klassenstufen 1 bis 4 wurde die Bühne zur Detektivzentrale: Gestohlene Noten, verdächtige Instrumente und ein Dirigent, der das Publikum kurzerhand in die Ermittlungen einbezog.

Marvin Stutz führte mit spürbarer Freude und großer Nähe zu den Kindern durch das Programm. Er griff Zurufe auf, stellte Fragen, ließ Rhythmen klatschen – und machte aus Zuhörern Mitwirkende.

Die Auflösung sorgte für Lacher: Ausgerechnet der Tubist hatte die Noten verschwinden lassen – aus Frust darüber, immer nur die gleichen Begleitstimmen spielen zu müssen. Nach seiner „Überführung“ zeigte er mit einem mitreißenden Solo, was in seinem Instrument steckt.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: begeisterter Applaus, laute Zugaberufe – und viele strahlende Gesichter.

Große Musik, verständlich erzählt

Für die Klassenstufen 5 bis 7 stand mit „Der Wind in den Weiden“ von Johan de Meij ein Werk auf dem Programm, das musikalische Tiefe mit erzählerischer Kraft verbindet.

Auch hier gelang es Stutz, einen Zugang zu schaffen, der trägt: Mit Humor, klaren Bildern und einer anschaulichen Einführung in die Instrumentengruppen eröffnete er den Schülerinnen und Schülern einen differenzierten Blick auf das Orchester.

Die vier Sätze wurden durch kurze Texte verbunden, die von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 ausdrucksstark vorgetragen wurden.

 

Ein gemeinsamer Klangraum

Den Abschluss bildete das Lied „Die Polizei“, das gemeinsam mit dem Orchester musiziert wurde. In diesem Moment verschwand die Grenze zwischen Bühne und Publikum – Musik wurde zum gemeinsamen Erlebnis.

Langanhaltender Applaus unterstrich, was an diesem Vormittag spürbar war: Hier wurde nicht nur Musik präsentiert, sondern erlebt.

Kulturschule mit starken Impulsen

Schulleiter Dominik Bernhart brachte es bei der Begrüßung auf den Punkt:
„Es ist für uns eine große Ehre, unseren Schülerinnen und Schülern einen solchen musikalischen Leckerbissen im Schulalltag ermöglichen zu können.“

Die Veranstaltung wurde von Julia Köstlin organisiert. Für ihr großes Engagement bedankte sich die Schulleitung mit einem Blumenstrauß. Sie hob dabei das besondere Erlebnis hervor – insbesondere für die vielen Kinder in den Neubulacher Bläserklassen:
„Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es etwas ganz Besonderes, ein professionelles Orchester aus nächster Nähe zu erleben – gewissermaßen auf Tuchfühlung. Sie konnten unmittelbar erfahren, wie musikalische Qualität und die Freude am gemeinsamen Musizieren zusammenwirken. Das motiviert und hinterlässt bleibenden Eindruck.“

Dass das Landespolizeiorchester erneut an der Gemeinschaftsschule Neubulach gastierte, unterstreicht zugleich den Anspruch der Schule als baden-württembergische Kulturschule: Kulturelle Bildung wird hier nicht als Zusatz verstanden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Schulalltags.

Zurück